Epitaphprojekt Paulinum der Universität Leipzig 2009 - 2017

Kurz vor der Sprengung der Leipziger Universitätskirche St. Pauli im Jahre 1968 konnten einige der wertvollen Epitaphe noch gerettet werden. Vieles ging jedoch unwiederbringlich verloren. Nachdem die verbliebenen Teile nun an die Universität zurückkehrten, stellte sich die Frage, wie man gestalterisch mit den vielen fehlenden Bereichen umgehen sollte. (hier rot dargestellt) Das vorgeschlagene Konzept sah vor, in eloxiertem Aluminium große Formen vereinfacht zusammengefasst darzustellen und flächige Elemente (z.B. Engelsflügel u.ä.) durch einen gerasterten Siebdruck nach den historischen Fotos zu zeigen. Farblich sollten sich die Eloxierungen den jeweiligen Originalen nähern. Durch dieses Herangehen konnte einerseits eine große gestalterische Geschlossenheit erreicht werden, andererseits ist eine klare Unterscheidung zwischen moderner Ergänzung und historischem Original möglich.